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Jasenitz (Jasienica, Polen)

Kloster, Rittergut und Pfarrhaus

Der Ort (nördlich von Stettin, gehört heute zu Pölitz) wird erstmalig in einer Urkunde von 1260 genannt (Wieden, Handbuch der historischen Stätten, 12. Band, Mecklenburg-Vorpommern). Die Besitzer errichten 1299 eine Kirche. Um 1328 wurde der Ort Sitz des Augustinerchorherrenstifts. Das Kloster erhielt 1305 die Siedlung durch einen Vergleich von Herzog Otto I und erwarb 1307 die geistliche Gerichtsbarkeit. Das verschuldete Kloster wurde 1534 aufgehoben und die Bibliothek nach Wolgast überführt. Die Besitzungen verwaltete ein fürstlicher Rentmeister. Die Klostergebäude wurden nach 1535 zum herzoglichen Wohnsitz ausgebaut und danach gelegentlich als Jagdschloss benutzt. Um 1779 diente das Schloss als Amtshaus. Der Großbrand des Ortes von 1778 verschonte die spätgotische Marienkirche und das Schloss. 1858 erhielt die Kirche bei einer Renovierung einen neuen Chorabschluss.

Pfarrhaus mit Familie Franz Wegener um 1900

Ab 1774 hatte Prinzessin Elisabeth, die nach Stettin verbannte geschiedene Gemahlin Friedrich Wilhelms II., hier ihren Sommersitz. Der Besitz ging 1837 an den Rittergutbesitzer Otto Waldemar Zitelmann, der 1858 verstarb und den Besitz seiner Frau hinterließ. Anna Luise Zitelmann geb. Giesebrecht berief als Patron 1861 den Verwandten, Pfarrer Wilhelm Wegener aus Luckow zum Pfarrer von Jasenitz. Auch der bekannte pommersche Historiker, Lehrer und Dichter Ludwig Giesebrecht verbrachte hier seinen Lebensabend. Er ist auf dem alten Jasenitzer Friedhof beerdigt und zu seiner Ehrung errichtete man 1934 ein Denkmal. Das Pfarrhaus und der Gutshof wurden zum Mittelpunkt der Familie Wegener und der angeheirateten Verwandtschaft aus Stettin. Luckow verlor damit an Bedeutung. Als dann auch 1878 Wilhelms Sohn Franz von Luckow nach Jasenitz wechselte und dieser ein offenes und gastfreundliches Haus führte, war nur noch Jasenitz, besonders im Sommer, Treffpunkt der Familie. Franz siedelte nach seiner Emeritierung 1903 mit seiner Familie nach Berlin über. Dort betrieben seine Töchter Susanne und Martha eine Familienpension, in der er seinen Lebensabend verbrachte. Damit endete auch für die Familie Wegener die Zeit in Jasenitz.

Vor dem Pfarrhaus in Jasenitz ist rechts Pfarrer Franz Wegener mit seiner Frau Marie geb. Matthias zu sehen. Links stehen die beiden Töchter Susanne und Martha, in der Mitte sitzt Rosalie Matthias, genannt „Tante Röschen“, eine Schwester der Marie Wegener geb. Matthias.

Klosterruine Innenansicht 2000

Klosterruine Seitenansicht 2000

Kirche innen Altaransicht 2000

Klosterruine Kreuzgang 2000

Kirche Seiteneingang 2000

Kirche Sakristeieingang 2000

Dorf Jasenitzl

Dorfstraße Jasenitz

Die Beck am Garten vorbeifließend

 

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