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            Familie Wegener

 

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Wegener

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Impressum

Johann Friedrich Wegener

Ehepaar Schlicht 1898

*6.2.1680 Wollin
+1727 Usedom

V: Michael II. Wegener *17.7.1649, +24.10.1697.
M: Sophie Kirsten *11.11.1660, + nach 1703.

 

Stammtafel

Vorfahren

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Lebensdaten

Der Vater Michael II. Wegener ist „not. publ.“. (Notar), Stadtkämmerer und später „Senator“ in Wollin. Seine Mutter Sophie Kirsten, Tochter eines Brauers, stammte aus einer bekannten pommerschen Familie. Die Wegeners sind über die Standorte Usedom-Wollin-Stettin mit den einflussreichsten Familien Vorpommern verwandt und vernetzt. Die Familien treffen sich später alle in Stettin wieder.

1699 siedelte Johann Friedrich Wegener - anscheinend auf Grund von Beziehungen - nach Usedom über und trat wahrscheinlich als Lehrling bei der Witwe des Senators Michael Sarnow ein, der das Haus am Markt gehörte. Vermutlich führte sie die Apotheke und den Gewürzhandel ihres Mannes weiter.

Johann Friedrich Wegener heiratete Catharina Voigt, eine Verwandte des Usedomer Bürgermeisters Bernhard Voigt, der ein geachteter Usedomer Bürger mit vielen Ämtern war. Die Ehe blieb kinderlos. Catharina wird später in Stettin bei Johann Jacob, einem Sohn Michael III., Patin.

Der Apotheker Johann Friedrich Wegener wird 1719 in der Einwohnerliste der Stadt Usedom aufgeführt. Weitere Angaben sind, dass die Familie aus zwei Personen besteht, keine Kinder und eine Person Gesinde hat.

Nach dem Tode Johann Friedrich Wegener heiratete die Witwe am 25. Juli 1727 den Apotheker Joachim Friedrich Spier.

 

Apotheke in Usedom

Am 10. Januar 1648 erhielt Christian Danton nach langen Verhandlungen die Konzession für eine kleine Apotheke. (Tourbier, Felix, 150-Jahre Adler-Apotheke Swinemünde, Swinemünde 1937).

„....... Wahrscheinlich ist die älteste Apotheke am 27. Juli 1688 mit abgebrannt und Danton in einen anderen Ort gezogen. Um 1690 scheint der Senator Michel Sarnow den Handel mit Gewürz- (und Apotheker-)waren gehabt zu haben, ohne gelernter Apotheker gewesen zu sein. Bei der schwedischen Landesaufnahme 1695 betreibt seine Witwe diesen Handel, daneben auch noch Ackerbau. Wahrscheinlich bewohnte sie bereits das behäbige Eckhaus am Markt, in dem sich heute noch die Apotheke befindet.

Wann der 1699 nach Usedom übersiedelte Johann Friedrich Weg(e)ner die Apotheke übernahm, ist nicht feststellbar.“ Er sah sich gezwungen, gegen die Kaufleute Bessert und Block vorzugehen, die den Gewürzhandel betrieben und ihn dadurch schwer schädigten. Das sei, schreibt er, sein einziger sicherer Verdienst, ohne den er es ablehnen müsse, Apothekerwaren, die so selten verlangt würden, zu führen. Die schwedische Regierung sah das ein und verbot den anderen Kaufleuten jedweden Handel mit Gewürzen. Nach Weg(e)ners Tod waren es der Bürgermeister Schmidt und der Kaufmann Keßler, die den Gewürzhandel an sich reißen wollten, auch den Handel mit Zitronen, gutem Baumöl, Weinessig und ähnlichen Dingen. Doch gelang es dem gelernten Apotheker Joachim Friedrich Spier auch diesen Sturm abzuschlagen und am 21. März 1727 von neuem den Alleinhandel mit Gewürzen zu erlangen. Er heiratete die Witwe Wegener am 25.7.1727..........und besaß die Apotheke bis 1745….“ (Tourbier).

Unter den späteren Besitzer der Apotheke waren Gustav Wegner (1823-1845), Karl August Zitelmann (1845-1860), Paul Schlicht (1897-1907) und Felix Tourbier (1907-1913). Die alte Apotheke wird 1970 wegen Einsturzgefahr gesperrt und 1973 abgerissen. Die Apothekerin Ilse Hirschfeld errichtet 1993 am Markt 11 wieder eine Apotheke.

 

Karl August Zitelmann

Der Sohn (*1812 Stölpchen/Bärwalde) von Gottlieb Ludwig Theodor wurde Apotheker und lernte bei seinem Oheim Carl Zitelmann in Stettin. Nachdem er in mehreren Apotheken gearbeitet hatte, studierte er in Berlin und machte dort am 15. Dezember 1839 sein Staatsexamen. Er verwaltete mehrere Jahre die Apotheke in Schwedt a. O. und kaufte im Mai 1845 die Usedomer Apotheke für den hohen Preis von 11.500 Taler (2.000 für das Haus, 8.000 für die Apotheke und 1.500 für das Inventar).

August war verheiratet mit Johanna Lange aus Groß-Lüdershagen bei Stralsund und hatte vier Kinder. Er verstarb in Usedom am 15. Juli 1865.

 

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