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            Familie Wegener

 

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Wegener

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Michael I. Wegener

*ca. 1615
+1689 Anklam

Stammtafel

Nachkommen

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Lebensdaten

Michael I. ist der Stammvater der Familie. Wo er um 1615 geboren wurde und wer seine Eltern sind, ist unbekannt. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1630 die Eintragung als Lehrling in die Rostocker Zinngießerrolle.

Eintrag Michael
Grapengießer-Rolle

Michael I. heiratete im Winter 1642/43 und hatte 3 Söhne und 2 Töchter. Nach dem Tode seiner Frau vermählte er sich 1679 erneut und bekam noch eine Tochter. Über beide Ehefrauen ist nichts bekannt. Im September 1689 ist Michaels Testament hinterlegt worden, aber es ist verschollen.

 

Siegel und Unterschrift

Als Johannes Wegener am 22.8.1677 ein Haus kaufte, unterzeichnete sein Vater den Kaufvertrag mit dem Abdruck seines Siegels. Später wurde daraus das Wappen der Familie Wegener entwickelt.

Meisterzeichen Michael Wegener
Unterschrift mit Meisterzeichen

 

 

 

 

Zinngießer

Auf der Wanderschaft dürfte Michael Wegener nach Anklam gekommen sein, wo er seit 1645 als Meister im Amt war und eine Werkstatt besaß. Er hatte das Bürgerrecht und war ein angesehener Bürger der Stadt Anklam. So zahlte er 1681 bei einer Kriegskontribution 16 Reichsthaler. 1687 begab sich Michael I. auf sein Altenteil und übergab die Werkstatt an seinen Sohn Johannes Wegener.

Dem Anklamer Heimatforscher Hermann Scheel (Das Zinn der Anklamer Fischerinnung in: Heimatkalender Anklam und Umgebung 1940, S. 73-75) verdanken wir die Kenntnisse über den Zinngießer Michael Wegener. So kennen wir nicht nur das von ihm gezeichnete Meisterzeichen, sondern können auch die Werke wie den Willkommen-Pokal der Drechsler Michael Wegener zuordnen.

Siegel Michael Wegener
Unterschrift mit Siegel

Im Standardwerk für die Zinngießer (Hintze ,Erwin, Die deutschen Zinngießer und ihre Marken, Band III, Norddeutsche Zinngießer, Leipzig 1927. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Forschungsergebnisse des Anklamer Heimatforschers Hermann Scheel wahrscheinlich noch nicht vor.) werden jedoch weder Michael Wegener noch sein Meisterzeichen aufgeführt.

Das Zeichen „XXX“ ist als ein Monogramm aus „M“ und „W“ zu deuten wie ein Photo von ca. 1930 zeigt, das wahrscheinlich vom Stempel des Pokals „Willkommen der Fischer-Innung“ angefertigt wurde.

 

Becher der Fischer-Innung

Der achtkantige Becher (Höhe 11cm, Durchmesser 6cm) trägt auf der Unterseite nicht das Meisterzeichen Michaels I. und wird ihm deshalb nur zugeschrieben (Museum im Steintor, Anklam).

Auf den acht Seitenflächen sind unterschiedliche Blumenornamente mit der Inschrift IACOB PIPER, ALTERMAN, ANNO und LORENT DININES eingraviert. Aus den Namen kann die Entstehungszeit zwischen 1663 und 1671 und die Zuordnung zu der Zunft der Fischer abgeleitet werden.

Der Becher zeigt auf einer Seite das häufig dargestellte Motiv der drei Fische in einer Anordnung übereinander.

 

Willkommen-Pokal der Böttcher

Aus der Werkstatt von Michael I. sind vier Willkommen-Pokale bekannt. Die Pokale, die sich sehr ähnlich sind, wurden für die Zünfte (Innungen) angefertigt. Das schönste Exemplar war das der Fischer-Innung (1688), das ebenso wie der Pokal für die Drechsler-Innung (1688) bei der Auslagerung der Museumsbestände 1944 durch Diebstahl oder Brand verloren ging. Zugeschrieben wird Michael I. noch ein Pokal der Schmiede-Innung.

Erhalten ist nur noch der Willkommen-Pokal der Böttcher von 1687 (Museum im Steintor, Anklam). Höhe bis zum Kelchrand 32cm, bis zum Scheitel der Deckelfigur 50cm. Durchmesser des Kelchrandes 12,5cm, des Fußes 15,8cm. Der Abstand zu den ausladenden Henkeln beträgt ca. 25cm.

Der hohe Fuß zeigt auf der Unterseite das Meisterzeichen und zweimal den dreiteiligen Strahl, das Anklamer Stadtzeichen und das Zeichen für Mankgut (Zinnlegierung).

Der abnehmbare Deckel wird von einem Ritter mit Fahne (spätere Nachbildung) bekrönt und trägt die Inschrift DES AMPT DER BÖDDECKER IHR WILKAHM 1687.

Der zylindrische Körper (Durchmesser ca. 10cm) hat die Inschriften M. CHRISTOFFER RÖDDEKE-ALTERMANN, M. MARTIEN PROLL, M. THOMAS KÖHNE.

 

Willkommen-Pokal der Fischer

Von diesem Pokal (1688) gibt es nur Aufnahmen vor 1944. Hervorstehendes Merkmal sind die Löwenköpfe, die hier in der Teilansicht aus einem alten Photo von 1930 (Privatbesitz) gezeigt werden. Sie sind auch Stilelemente an anderen Pokalen.

Die Darstellung der drei verschlungenen Fische ist eine künstlerische Variation des häufig dargestellten Motivs der drei Fische. Die Darstellung mit drei Fischen, die aus einem Kopf entstehen, und die drei Fische, die in der Mitte verschlungen sind, ist wieder auf der Kopie eines Bechers von Johann Wegener zu finden.

 

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