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            Familie Wegener

 

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Name
Bedeutung

Name
Wegener

Name
Miaskowski

 

 

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Der Name und seine Bedeutung

Zur Bildung von Namen und deren Bedeutung gibt es eine reichhaltige, auch populär wissenschaftliche Literatur  (Duden, Heintze-Cascorbi; Kunze; Gottschald; Naumann; Thüngen). Namen wurden bis in die frühe Neuzeit mündlich weitergegeben und bestanden in der Regel nur aus einem Vor/Rufnamen. Da die meisten Leute nicht lesen und schreiben konnten, entstanden beim Aufschreiben durch Hörfehler, Dialekt, undeutliche Aussprache, Schreib- und Lesefehler des Schreibers für die einzelnen Person unterschiedliche Schreibweisen und Varianten des Namens.

Familien- oder Geschlechternamen entstehen in drei Schichten. Aus alteinheimische, ursprüngliche heidnischen Personennamen d.h. nicht forterbende Benennung einzelner Personen kommen später fremde Personennamen aus christlicher Zeit dazu. Alle Personen- oder Einzelnamen, die nach ihrem Festwerden als Familiennamen daneben als Personennamen d.h. Vornamen verwendet werden. Eine dritte Klasse von Bezeichnungen, entwickelt sich aus ursprünglich nur unterscheidenden Zusätzen zu den Personennamen, der ersten beiden Schichten. Familiennamen der dritten Schicht bilden sich aus Stand und Gewerbe (Werkzeuge und Kleidungsstücke, Speisen), aus Eigenschaften (Körperteile, Satznamen), aus Herkunft und Wohnstätten (Adelsnamen, Häusernamen).

Das Festwerden der Namen d.h. die Bildung der Familiennamen wird erforderlich, da der Wandel der Gesellschaft von der sesshaften zur größeren mobilen Gesellschaft beginnt. Bei einer geringen Bevölkerung, die am Ort blieb und sich kannte (keine Wanderungsbewegung, bodenständig) genügte ein Vorname zur Bezeichnung der Person. Das Bevölkerungswachstum, die Kreuzzüge, ein größerer Handel und Städtegründungen zogen Menschen an und Fremde siedelten. Namenswiederholungen in den Städten und an den Brennpunkten machten eine genauere Bezeichnung notwendig und eine Unterscheidung wurde zwingend. Der Handel und das Vertragswesen forderten eine eindeutige Identifizierung des Bürgers.

Im 19. Jh. entsteht ein verstärktes Interesse des gebildeten Bürgertums für die Familienforschung. Damit wuchs auch das Bedürfnis zum Wissen um die Herkunft und Bedeutung der Familie, die Ableitung des Familiennamens. Zur selben Zeit eiferte das Großbürgertum den Adeligen nach und schuf sich Familien- oder Geschlechterwappen.

 

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