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Wappen Miaskowski

 

Kennzeichen der polnischen Heraldik ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Länder keine Familienwappen im eigentlichen Sinne kennt. In Polen gibt es „Wappenfamilien“. Mehrere Familien, die nicht miteinander verwandt sind, nehmen an einer „Wappengemeinschaft“ teil. Genealogische Zusammenhänge innerhalb dieser Wappengemeinschaften sind rein zufällig. Nicht alle Träger eines Namens sind miteinander verwandt. So kommen gleiche Namen in unterschiedlichen Wappengemeinschaften vor oder in einer Wappengemeinschaft mehrere Träger eines Namens. In der polnischen Heraldik kann von einem Wappen nie auf eine verwandtschaftliche Beziehung geschlossen werden. Warum Familien einer bestimmten Wappengemeinschaft angehören, wird oft durch „Wappensagen“ aufgezeigt, die aber nicht auf geschichtliche Ereignisse zurückzuführen sind.

Eine Wappengemeinschaft nennt sich „Bóncza“ und gliedert sich in Bóncza I, Bóncza II und Bóncza III. Die Wappen haben sich über mehrere Stufen zu der heutigen Form entwickelt. Die Familie Miaskowski gehört zu der Wappengemeinschaft Bóncza II (Ciechanowicz S. 153). Der genaue Zeitpunkt der Entstehung und der Grund für den Anschluss an die Wappengemeinschaft sind nicht feststellbar.

Wappen Bóncza II

 

Das heutige Wappen Miaskowski lässt sich so beschreiben:
Im blaugrünen Schild ist ein silbernes springendes Einhorn, belegt mit einem silbernen Halbmond und mit dem Gehörn nach rechts dargestellt. Im linken oberen Feld drei silberne fünfeckige Sterne in der Anordnung zwei und eins. Über dem schräg gestellten Schild ist ein silberner Helm mit blaugrünen und silbernen Decken aus dem ein silbernes Einhorn wächst, das nach rechts blickt.

Das Wappen unterscheidet sich von dem der Boncza II durch das schräg gestellte Schild, den einfacheren Decken und der Krone. In den Wappenbüchern
werden unterschiedliche Ausführungen der Wappen Miaskowski beschrieben. (Siebmacher, Band 25, Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Neustadt 1980, Tafel 83; Band 14, Die Wappen des preußischen Adels, Neustadt 1973, Tafel 314; Band 16, Die Wappen des preußischen Adels, Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz und Mark Brandenburg, Neustadt 1978, Tafel 35)
Ursprünglich gab es in der Familie noch einige Siegelringe (Wappengravour auf blauem Amethyst), die jedoch verloren gingen. Heute gibt es nur noch das Holzmodell, das Otto-Heinrich Wegener um 1930 anfertigen ließ.

 

Abdruck Siegel Miaskowski
Geheimes Staatsarchiv

Ein dem Heroldsamt Berlin eingereichter Siegelabdruck wurde als das Miaskowski’sche Siegel bezeichnet (Geheimes Staatsarchiv, Hauptabt. I, Rep 176 VI M 315). Orden so wie in diesem Beispiel wurden immer individuell angehängt.

 

 

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